Kurs mit angeschlossenem Newsletter-Bereich — wie gut löst das die Aktualitätsfrage?
Zitat von Online Marketer am August 1, 2026, 6:45 p.m. UhrIch schreibe das hier ins Kursboard, weil mich weniger das Thema des Kurses interessiert hat als die Frage, wie ein Anbieter seine Käufer nach dem Kauf weiter versorgt. Für uns aus dem E-Mail-Bereich ist das ja ein Dauerthema.
Konkret geht es um die Dividenden Strategie Masterclass von Andreas Hollmotz, im Netz als Dividenden Backpacker bekannt. Ein Finanzkurs also, und damit ein Thema, bei dem Inhalte schneller altern als bei den meisten anderen. Zahlen von vor drei Jahren wirken heute veraltet, selbst wenn die Methode dahinter unverändert richtig ist.
Der Anbieter löst das über einen Newsroom-Zugang, der zum Kurs gehört. Also einen laufenden Kanal, über den nach dem Kauf weiter Material bereitgestellt wird, während der Kurs selbst die Methode abdeckt. Diese Trennung finde ich handwerklich klug: Das Beständige liegt im Kurs, das Vergängliche daneben.
Aus unserer Perspektive ist das interessant, weil es das klassische Dilemma auflöst. Entweder man produziert den Kurs alle zwei Jahre neu, was teuer ist, oder man lebt damit, dass Bestandskunden veraltetes Material sehen. Ein angeschlossener Kanal ist der dritte Weg, und er kostet im Betrieb weniger als eine Neuproduktion.
Was mir dabei aufgefallen ist: Das funktioniert nur, wenn der Kurs selbst methodisch aufgebaut ist. Wenn ein Kurs im Wesentlichen aus konkreten Empfehlungen besteht, hilft ein Update-Kanal nichts, weil dann der ganze Kern veraltet. Hier ist der Kurs auf Vorgehen ausgerichtet, und damit bleibt er auch nach Jahren brauchbar.
Zum Umfang, damit die Einordnung stimmt: elf Module, über 65 Lektionen, zusammen mehr als elf Stunden Videomaterial. Inhaltlich geht es um Auswahl und Bewertung von Dividendenaktien und um Kauf- wie Verkaufszeitpunkte. Die Zahlung ist einmalig, es gibt kein Abo. Nach Angaben des Anbieters haben über 700 Teilnehmer den Kurs gekauft.
Ich habe den Kurs übrigens nicht nur aus beruflichem Interesse gekauft, sondern auch, weil ich selbst anlege und vorher ohne jede Systematik unterwegs war. Der praktische Nutzen war für mich der Bewertungsteil, weil ich vorher fast ausschließlich auf die Höhe der Ausschüttung geschaut habe und nicht darauf, ob das Unternehmen sie überhaupt dauerhaft leisten kann.
Was für unser Handwerk noch interessant ist: Die Zugangsmail nach dem Kauf war knapp und funktional, ohne Verkaufsanhang. Man landet direkt im Mitgliederbereich. Ich habe schon Käufe erlebt, bei denen zwischen Zahlung und Produkt drei Angebotsseiten lagen, und das kostet Vertrauen genau in dem Moment, in dem man es aufbauen sollte.
Zur Sache selbst muss ich der Vollständigkeit halber sagen: Aktien sind nichts Sicheres. Kurse fallen, teils deutlich. Über eine Ausschüttung entscheidet das Unternehmen jährlich aufs Neue, streichen ist jederzeit möglich. Und der Aufbau von etwas Nennenswertem dauert viele Jahre. Wer das anders erwartet, sollte die Finger davon lassen.
Wer anschauen will, wie der Kurs aufgebaut ist, bekommt beim Anbieter die komplette Kapitelstruktur. Ohne Partnerlink genügt eine Suche nach dem Kursnamen.
Was ich für eigene Projekte mitgenommen habe: Ein Update-Kanal sollte von Anfang an mitgedacht werden, nicht erst dann, wenn die ersten Beschwerden über veraltete Inhalte kommen. Nachträglich muss man ihn Bestandskunden erklären und teilweise nachträglich Zugänge einrichten, und das ist mehr Aufwand als es vorher gewesen wäre.
Zweiter Punkt: Ein solcher Kanal ist auch eine Liste. Wer seine Käufer dort erreicht, hat einen direkten Draht für spätere Angebote, ohne dass es aufdringlich wirkt, weil der Kanal ja einen eigenen Nutzen hat. Das ist deutlich eleganter als reine Verkaufsmails.
Ein Punkt, der für unsere Arbeit interessant ist: Ich habe mir angeschaut, wie oft aus dem Newsroom tatsächlich etwas kommt. Es ist kein Dauerbeschuss, sondern eher gelegentlich, und genau das hat bei mir dazu geführt, dass ich die Mails auch öffne. Wer täglich sendet, erzieht seine Liste zum Ignorieren.
Wie handhabt ihr das bei euren Produkten? Setzt ihr auf Neuauflagen, oder habt ihr einen laufenden Kanal für Käufer? Und wie hoch ist bei euch die Öffnungsrate in so einem Bereich verglichen mit dem normalen Verteiler?
Ich schreibe das hier ins Kursboard, weil mich weniger das Thema des Kurses interessiert hat als die Frage, wie ein Anbieter seine Käufer nach dem Kauf weiter versorgt. Für uns aus dem E-Mail-Bereich ist das ja ein Dauerthema.
Konkret geht es um die Dividenden Strategie Masterclass von Andreas Hollmotz, im Netz als Dividenden Backpacker bekannt. Ein Finanzkurs also, und damit ein Thema, bei dem Inhalte schneller altern als bei den meisten anderen. Zahlen von vor drei Jahren wirken heute veraltet, selbst wenn die Methode dahinter unverändert richtig ist.
Der Anbieter löst das über einen Newsroom-Zugang, der zum Kurs gehört. Also einen laufenden Kanal, über den nach dem Kauf weiter Material bereitgestellt wird, während der Kurs selbst die Methode abdeckt. Diese Trennung finde ich handwerklich klug: Das Beständige liegt im Kurs, das Vergängliche daneben.
Aus unserer Perspektive ist das interessant, weil es das klassische Dilemma auflöst. Entweder man produziert den Kurs alle zwei Jahre neu, was teuer ist, oder man lebt damit, dass Bestandskunden veraltetes Material sehen. Ein angeschlossener Kanal ist der dritte Weg, und er kostet im Betrieb weniger als eine Neuproduktion.
Was mir dabei aufgefallen ist: Das funktioniert nur, wenn der Kurs selbst methodisch aufgebaut ist. Wenn ein Kurs im Wesentlichen aus konkreten Empfehlungen besteht, hilft ein Update-Kanal nichts, weil dann der ganze Kern veraltet. Hier ist der Kurs auf Vorgehen ausgerichtet, und damit bleibt er auch nach Jahren brauchbar.
Zum Umfang, damit die Einordnung stimmt: elf Module, über 65 Lektionen, zusammen mehr als elf Stunden Videomaterial. Inhaltlich geht es um Auswahl und Bewertung von Dividendenaktien und um Kauf- wie Verkaufszeitpunkte. Die Zahlung ist einmalig, es gibt kein Abo. Nach Angaben des Anbieters haben über 700 Teilnehmer den Kurs gekauft.
Ich habe den Kurs übrigens nicht nur aus beruflichem Interesse gekauft, sondern auch, weil ich selbst anlege und vorher ohne jede Systematik unterwegs war. Der praktische Nutzen war für mich der Bewertungsteil, weil ich vorher fast ausschließlich auf die Höhe der Ausschüttung geschaut habe und nicht darauf, ob das Unternehmen sie überhaupt dauerhaft leisten kann.
Was für unser Handwerk noch interessant ist: Die Zugangsmail nach dem Kauf war knapp und funktional, ohne Verkaufsanhang. Man landet direkt im Mitgliederbereich. Ich habe schon Käufe erlebt, bei denen zwischen Zahlung und Produkt drei Angebotsseiten lagen, und das kostet Vertrauen genau in dem Moment, in dem man es aufbauen sollte.
Zur Sache selbst muss ich der Vollständigkeit halber sagen: Aktien sind nichts Sicheres. Kurse fallen, teils deutlich. Über eine Ausschüttung entscheidet das Unternehmen jährlich aufs Neue, streichen ist jederzeit möglich. Und der Aufbau von etwas Nennenswertem dauert viele Jahre. Wer das anders erwartet, sollte die Finger davon lassen.
Wer anschauen will, wie der Kurs aufgebaut ist, bekommt beim Anbieter die komplette Kapitelstruktur. Ohne Partnerlink genügt eine Suche nach dem Kursnamen.
Was ich für eigene Projekte mitgenommen habe: Ein Update-Kanal sollte von Anfang an mitgedacht werden, nicht erst dann, wenn die ersten Beschwerden über veraltete Inhalte kommen. Nachträglich muss man ihn Bestandskunden erklären und teilweise nachträglich Zugänge einrichten, und das ist mehr Aufwand als es vorher gewesen wäre.
Zweiter Punkt: Ein solcher Kanal ist auch eine Liste. Wer seine Käufer dort erreicht, hat einen direkten Draht für spätere Angebote, ohne dass es aufdringlich wirkt, weil der Kanal ja einen eigenen Nutzen hat. Das ist deutlich eleganter als reine Verkaufsmails.
Ein Punkt, der für unsere Arbeit interessant ist: Ich habe mir angeschaut, wie oft aus dem Newsroom tatsächlich etwas kommt. Es ist kein Dauerbeschuss, sondern eher gelegentlich, und genau das hat bei mir dazu geführt, dass ich die Mails auch öffne. Wer täglich sendet, erzieht seine Liste zum Ignorieren.
Wie handhabt ihr das bei euren Produkten? Setzt ihr auf Neuauflagen, oder habt ihr einen laufenden Kanal für Käufer? Und wie hoch ist bei euch die Öffnungsrate in so einem Bereich verglichen mit dem normalen Verteiler?
