E-Mail-Marketing Forum

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Geld verdienen mit Bodo Schäfer über den eigenen Newsletter

Von allen Kanälen, über die sich ein Partnerprogramm bespielen lässt, ist die eigene E-Mail-Liste der unterschätzteste. Sie ist unspektakulär, sie wächst langsam, und sie taucht in keiner Diskussion über Reichweite auf. Trotzdem schlägt sie in der Praxis fast alles andere – aus einem einfachen Grund: Du erreichst die Leute direkt, ohne dass ein Algorithmus dazwischen entscheidet, ob deine Empfehlung überhaupt ausgespielt wird.

Dazu kommt der Unterschied in der Aufmerksamkeit. Wer eine Mail öffnet, hat sich dafür entschieden. Wer an einem Beitrag im Feed vorbeiscrollt, nicht. Das schlägt sich direkt in der Klickrate nieder, und zwar deutlich.

Was das für die Produktauswahl bedeutet: Anders als auf Social-Kanälen kannst du hier auch die höherpreisigen Angebote ansprechen, weil die Leser dich kennen. Trotzdem gilt die Reihenfolge – erst der niedrige Einstieg, dann alles Weitere.

Die Produkte in der Übersicht:

Zum Aufbau einer solchen Mail: Der größte Fehler ist die reine Empfehlungsmail. Eine Nachricht, die nichts enthält außer einem Hinweis auf ein Produkt, wird beim zweiten Mal deutlich seltener geöffnet und beim dritten Mal führt sie zu Abmeldungen. Besser ist die Mail, die für sich funktioniert – ein Gedanke, eine Beobachtung, eine Antwort auf eine Frage, die dir mehrfach gestellt wurde – und in der die Empfehlung an einer Stelle vorkommt, an der sie sachlich hingehört.

Ein zweiter Punkt: Newsletter-Vorlagen liegen im Programm bereit, und sie sind als Gerüst brauchbar. Wörtlich übernehmen würde ich sie nicht. Deine Leser kennen deinen Ton, und der Bruch fällt sofort auf. Nimm die Struktur, schreib die Sätze selbst.

Was sich außerdem bewährt: die Empfehlung nicht in die erste Mail einer Beziehung zu packen. Wer sich gerade eingetragen hat, kennt dich noch nicht. Zwei, drei Nachrichten ohne jede Empfehlung kosten dich nichts und verändern die Wirkung der vierten erheblich. Bei einer automatisierten Willkommensstrecke lässt sich das einmal einrichten und läuft dann dauerhaft.

Ein zweiter Kniff, der wenig Aufwand macht: Verlinke in der Mail nicht auf eine Verkaufsseite, sondern beschreibe kurz, was drinsteht, und setze den Link danach. Leser, die vorher wissen, was sie erwartet, klicken seltener, bestellen aber häufiger – und für dich zählt nur der zweite Teil.

Die technische Besonderheit, die für Newsletter am meisten zählt: Getrackt wird über die Sitzung. Bei E-Mail ist das ein Vorteil gegenüber allen anderen Kanälen, weil viele Leute direkt aus der Mail heraus handeln – der Weg vom Klick zur Bestellung ist kurz und geschieht meist in einem Durchgang. Genau das ist die Konstellation, für die diese Art Tracking gemacht ist.

Was man trotzdem nicht vergessen sollte: Eine Liste, die zu einem ganz anderen Thema aufgebaut wurde, reagiert auf eine Buchempfehlung zu Geld und Selbstständigkeit nicht besser als eine kalte Zielgruppe. Der Vorteil der E-Mail entsteht durch Vertrauen zu einem bestimmten Thema, nicht durch das Medium an sich.

Und die übliche Einschränkung: Wer eine Liste mit hundert Adressen hat, sollte davon keine relevanten Beträge erwarten. Bei kostenfreien Büchern mit 5 € pro Bestellung braucht es schlicht Volumen, bis daraus etwas wird.

Die Anmeldung zum Programm ist kostenlos und ohne Bewerbung, die Freischaltung erfolgt sofort und ausgezahlt wird in der Regel monatlich.

Wie oft dürft ihr in eurem Newsletter empfehlen, ohne dass die Abmeldungen spürbar steigen – wo liegt eure Grenze?